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Kommunale Wärmeplanung
AKTUELLES: Die Präsentation zu den sieben Veranstaltungen "Wie werden wir in Zukunft heizen?" in den Orts- und Stadtteilen im Herbst 2025 und April 2026 ist jetzt online. Diese finden Sie weiter unten bei "Rückblicke Veranstaltungen".
Begleitende Veranstaltungsreihe zur kommunalen Wärmeplanung
Die Wärmewende ist für uns alle eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre und kann nur gemeinsam angepackt werden.
Die Stadt möchte nach den Informationsveranstaltungen zur kommunalen Wärmeplanung in allen Orts- und Stadtteilen mit einer anschließenden Veranstaltungsreihe mögliche Wege für die zukünftige Wärmeversorgung aufzeigen und zentrale Fragen rund um das Thema Wärme beantworten:
22.09.2026 - GModG - Was bringt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz?
22.09.2026, 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Neues Rathaus, Ratssaal
Veranstalter*in: Stadt Göttingen, Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung
GMG - Was bringt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz?
Was ändert sich? Welche Konsequenzen sind für die Klimaziele und die Heizkosten zu erwarten? Was müssen Eigentümer*innen nun beachten? Die Stadt gibt Antworten auf diese und Ihre Fragen.
06.10.2026 - Energie effizient nutzen: Heizungsoptimierung in Haus und Wohnung
06.10.2026, 18 bis 20.30 Uhr
Ort: VHS Göttingen, Bahnhofsallee 7
Veranstalter*in: Energieagentur Region Göttingen e.V.
Energie effizient nutzen: Heizungsoptimierung in Haus und Wohnung
Mit einer gezielten Optimierung der Heizungsanlage lassen sich Energiekosten senken und der Wohnkomfort steigern. Der Workshop betrachtet die Wärmeverteilung im Gebäude ganzheitlich und zeigt, welche Maßnahmen sinnvoll sein können. Ziel ist es unter anderem, Systemtemperaturen zu reduzieren und Gebäude perspektivisch auf den effizienten Einsatz einer Wärmepumpe vorzubereiten. Die Veranstaltung ist kostenpflichtig (15 Euro). Hier geht es zur Anmeldung.
08.10.2026 - Heizen mit Geothermie in Göttingen
08.10.2026, 17 bis 18.30 Uhr
Ort: Neues Rathaus, Raum 118
Veranstalter*in: Stadt Göttingen, Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung
Heizen mit Geothermie in Göttingen
Geht es um zukünftiges Heizen, dreht sich viel um die klassische Luft/Wasser-Wärmepumpe. Wie sieht es aber mit der Nutzung von Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erdwärme, der Geothermie, aus? Diese bieten einige Vorteile, jedoch gibt es auch Herausforderungen. In der Veranstaltung geht es um die Funktionsweise und um die Potenziale von Geothermie, sowie um die baulichen Voraussetzungen beim Wechsel auf Erdwärme. Auch über finanzielle Zuschüsse, individuelle Beratungsangebote und das Beantragungsverfahren wird informiert.
03.11.2026 - Energie effizient nutzen: Wärmepumpe im Bestandsgebäude
03.11.2026, 18 bis 20.30 Uhr
Ort: VHS Göttingen, Bahnhofsallee 7
Veranstalter*in: Energieagentur Region Göttingen e.V.
Energie effizient nutzen: Wärmepumpe im Bestandsgebäude
Wärmepumpen gelten im Neubau längst als Standard – doch auch in vielen Bestandsgebäuden sind sie eine zukunftsfähige Lösung. Der Workshop zeigt, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, und gibt praxisnahe Einblicke in die Umsetzung im Altbau. Die Veranstaltung ist kostenpflichtig (15 Euro). Hier geht es zur Anmeldung.
Bereits seit Mai 2025 finden im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung begleitende Veranstaltungen zu verschiedenen Themen und Informationsangeboten statt. Hier gibt es Rückblicke und Eindrücke zu den vergangenen Veranstaltungen:
Rückblicke und Eindrücke aller Veranstaltungen
Bei warmen Temperaturen ging es am 18. Juni 2026 gemeinsam durch die Innenstadt. Bei dem Stadtrundgang: "Von der energetischen Sanierung bis hin zur Grünen Hausnummer" gab es Einblicke in eine gerade stattfindende energetische Sanierung. Einem ehemaligen Werkstadtgebäude wird derzeit nämlich neues Leben eingehaucht. Das alte Fachwerkgebäude steht direkt an der alten Stadtmauer, der ersten Stadtbefestigung aus dem 12. Jahrhundert, und bietet Raum für drei Wohneinheiten. Nach einem interessanten Austausch mit der Bauherrin ging es weiter durch die Innenstadt. Von den inzwischen 60 Grünen Hausnummern sind elf in der historischen Innenstadt zu finden.
Am 10. Juni 2026 ging es in der VHS um das Thema "Energie effizient nutzen: Dämmmaterialien in der Gebäudesanierung". Hier wurden Antworten auf die Fragen "Welche Dämmstoffe eignen sich für welche Gebäude?" und " Wie wirken sich verschiedene Materialien auf Energieeffizienz, Wohnkomfort und Umweltschutz aus?" gegeben. Der Workshop bot eine unabhängige Orientierung zu modernen Dämmmaterialien und deren fachgerechtem Einsatz – ideal für Bauherr*innen und Sanierungswillige.
Mit rund 50 Personen war die Veranstaltung "Wärmewende – Herausforderungen für Mehrfamilienhäuser" am 28. Mai 2026 gut besucht. Denn die Umsetzung der Wärmewende ist hier besonders herausfordernd. Es wurden verschieden Lösungen aufgezeigt und auf Fragen der Besucher*innen eingegangen
Bei der "Solarparty: Balkonsolar hautnah erleben und Fragen stellen" gab es am 21. Mai 2026 die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre direkt vor Ort bei einer Privatperson über deren Erfahrungen mit einer Balkonsolaranlage zu informieren. So konnte man aus erster Hand hören, wie Planung, Installation und Betrieb im Alltag funktionieren. Zusätzlich stand ein Energieeffizienz-Experte für fachliche Fragen rund um das Thema Balkonsolar zur Verfügung. Rund 15 Personen tummelten sich auf dem Balkon und kamen in den Austausch.
"Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus?" war das Thema der städtischen Veranstaltung am 7. Mai 2026 im Ratssaal des Neuen Rathauses. Rund 60 Interessierte wurden informiert, unter welchen Bedingungen der Einsatz von Wärmepumpen gelingt und welche Maßnahmen am und im Gebäude ggf. noch nötig sind, um den Wärmepumpen-Einsatz zu ermöglichen. Die Veranstaltung vermittelte in diesem Kontext Wissen zu der Funktionsweise von Wärmepumpen, ging auf verschiedene Anlagentypen ein und beantwortete die Frage, welche Voraussetzungen für einen effizienten Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden erfüllt sein müssen.
Am 4. Mai 2026 fanden sich rund 80 Interessierte im Bürgerhaus Herberhausen ein, um an der Veranstaltung "Wie wird Herberhausen in Zukunft heizen?" teilzunehmen. Auch hier ging es rund um die kommunale Wärmeplanung mit vielen Informationen zur aktuellen Lage der Gesetze, der Entwicklung der Energiepreise, dem städtischen Unterstützungsangebot und den lokalen Beratungsangeboten.
Im April 2026 fanden vier weitere Informationsveranstaltungen zur kommunalen Wärmeplanung statt. Insgesamt nahmen rund 500 interessierte Bürger*innen an den Veranstaltungen teil.
- 13. April: für Weende und Nordstadt in der Festhalle Weende
- 14. April: für Grone, Weststadt und Leineberg in der Mehrzweckhalle Grone
- 20. April: für Geismar,Treuenhagen und Lohberg in der Wilhelm-Busch-Schule
- 21. April: für Innenstadt, Oststadt und Südstadt im Neuen Rathaus
Zu Beginn jeder Veranstaltungen gab es einen kurzen Vortrag im Plenum. Im Anschluss konnten die Besucher*innen zwischen drei Fachvorträgen wählen. Angeboten wurden ein Vortrag der Stadtwerke Göttingen AG zur Fernwärmeplanung, ein Vortrag der Energieagentur Region Göttingen e.V. zu Beratungsangeboten, Fördermöglichkeiten und möglichen Eigenleistungen sowie ein Vortrag der Stadt Göttingen zu Sanierungs- und Umbauoptionen. Nach den Vorträgen gab es Raum und Zeit für Austausch.
Die Veranstaltungen wurden von Infoständen begleitet. Vertreten waren die Stadtwerke Göttingen AG, die EAM Netz GmbH & Co. KG, die BürgerEnergie Göttingen, die Energieagentur Region Göttingen e.V., die Wohnraumagentur und das Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung von der Stadt Göttingen.
Die allgemeine Präsentation zu den Veranstaltungen in den jeweiligen Orts- und Stadtteilen im Herbst 2025 und April 2026 finden Sie als Download.
Informationen und Orientierungshilfe der einzelnen Orts- und Stadteile finden Sie weiter unten auf der Internetseite.
Präsentation Veranstaltungsreihe "Wie werden wir in Zukunft heizen?"
Eindrücke
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Unter dem Titel GÖ goes green: Stadt Göttingen engagiert für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung! hat das Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung am 2. Wissenschaftstag „Science goes City“ am 19. April 2026 in der Innenstadt teilgenommen. In direkten Gesprächen informierten die Mitarbeiter*innen des Referats viele interessierte Bürger*innen zu Gefahren von Starkregen und Hitzeperioden. Zudem beteiligten sich etliche Göttinger*innen an der beworbenen Online-Befragung zum zukünftigen Masterplan Mobilität oder ließen sich zum Heizungswechsel und zu Haussanierungen beraten. Auch die Energieagentur Region Göttingen e.V. und die Göttinger Entsorgungsbetriebe waren mit Informationsständen dabei.
Am 22. September, 25. September und 06. Oktober 2025 fanden für folgende Göttinger Ortsteile Informationsveranstaltungen zur kommunalen Wärmeplanung statt: Hetjershausen, Groß Ellershausen, Knutbühren, Esebeck, Elliehausen, Holtensen, Deppoldshausen, Nikolausberg, Roringen und Herberhausen. Rund 150 interessierte Bürger*innen nahmen an den Veranstaltungen teil.
Eindrücke
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Am Mittwoch, den 7. Mai 2025 fand eine Infoveranstaltung zum Thema „Nachhaltige und sichere Wärmeversorgung – Wie werden wir in Zukunft heizen?“ im Neuen Rathaus der Stadt Göttingen statt. Begleitet wurde diese von Infoständen und einer Plakatausstellung im Foyer des Neuen Rathauses. Rund 100 interessierten Bürger*innen informierten sich rund um das Thema der zukünftigen Wärmeversorgung. Die Bandbreite der Informationen reichte unter anderem von den Zwischenergebnissen der kommunalen Wärmeplanung über das Fernwärmenetz der Stadtwerke Göttingen, Informationen zu individuellen Heizungslösungen bis hin zu Beratung- und Fördermöglichkeiten zur Umstellung der Wärmeversorg
Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung
Die „Wärme- oder Heizungswende“ steht derzeit im Fokus vieler Diskussionen. Die kommunale Wärmeplanung soll künftig die Grundlage für die Planung und Steuerung der Wärmewende auf kommunaler Ebene bilden.
Ziel ist es, einen konkreten Plan zu entwickeln, um die Herausforderungen einer flächendeckenden klimaneutralen Wärmeversorgung strategisch anzugehen. Die kommunale Wärmeplanung bildet somit einen entscheidenden Baustein bei der Umsetzung dieses Zieles und ist ein bedeutender Schritt in Richtung der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Da die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung alle Bürger*innen der Stadt Göttingen mittelbar betreffen wird, ist neben der planerischen Arbeit auch die Information der Öffentlichkeit von zentraler Bedeutung. Auf dieser Seite informieren wir über aktuelle Themen oder Informationsveranstaltungen zur Wärmeplanung. Gerne können Sie auch den Klimaschutz-Newsletter abonnieren.
Hintergrund
Am 16.02.2024 beschloss der Rat der Stadt Göttingen, die Verwaltung der Stadt Göttingen mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung zu beauftragen. Mit diesem Beschluss kommt der Rat der Stadt Göttingen zum einem den Anforderungen aus dem niedersächsischen Klimaschutzgesetz (NKlimaG) nach, zum anderen wird ein Leitprojekt aus dem „Klimaplan Göttingen 2030“ umgesetzt. Auch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) auf Bundesebene verpflichtet eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen.
Die Karte Kommunale Wärmeplanung zeigt, wie die kommunale Wärmeplanung der Stadt Göttingen die Wärmeversorgung für das Jahr 2040 plant. Dazu wurde die Stadt Göttingen in Baublöcke (mindestens 5 Gebäude) eingeteilt, da sich so keine Rückschlüsse auf einzelne Gebäude ziehen lässt. Somit sind Ihre Gebäudedaten geschützt.
Hinweise zur Nutzung der Karte Kommunal Wärmeplanung
![]() | ___ | Klicken sie auf die Karte oder auf den Link Karte Kommunale Wärmeplanung. Geben Sie oben links in der Suchfunktion die Adresse ein und klicken auf die Lupe. Die Karte zoomt sich nun zu dem betreffenden Gebiet. |
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![]() | Klicken Sie nun mit der Maus auf das Gebäude. Es öffnet sich ein Fenster mit Informationen zu dem Gebiet (Baublock), in dem das Gebäude liegt. Sie erfahren hier, welche zukünftige Wärmeversorgung für das Gebäude geeignet ist. | |
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![]() | Zusätzlich können Sie auf der linken Seite das Symbol „Legende“ anklicken. Hier sehen Sie, welche Bedeutung die Farben haben. | |
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![]() | Wenn Sie auf der linken Seite das Symbol „Karteninhalt“ auswählen, können Sie sich zum einen die übergeordnete Gebietseinteilung und zum anderen etwas detaillierter die dezentrale Wärmeversorgung und die Wärmenetzgebiete anschauen. Zudem kann die Wärmedichte aus dem Jahr 2024 angezeigt werden. Die Auswahl ist einzeln oder parallel möglich. Die Legenden sind bei allen vier Auswahlmöglichkeiten enthalten. | |
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![]() | Sie denken über einen Heizungsaustausch oder die Sanierung Ihres Gebäudes nach? Dann informieren Sie sich mit einem Klick oben rechts über unsere städtische Förderung „KlimaFonds Göttingen“. |
Weitere Informationen und Orientierungshilfen zu den einzelnen Orts- und Stadtteilen finden Sie weiter unten auf der Seite.
Handlungsschwerpunkt für Göttingen
Der Anteil von Wärmeenergie an der gesamten Endenergie beträgt in der Stadt Göttingen über 50 %. Die Umstellung auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme stellt folglich einen zentralen Handlungsschwerpunkt dar, welchem die kommunale Wärmeplanung als strategische Grundlage zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu Grunde liegt. Wichtiger Bestandteil ist hierbei, im Spannungsfeld begrenzter finanzieller Ressourcen den vor Ort besten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln und fortzuschreiben.
Ergebnisse Bestandsanalyse
Die Stadt Göttingen hat im Mai 2024 mit den Arbeiten zur Kommunalen Wärmeplanung begonnen. Die ersten beiden Phasen des Planungsprozesses, die Bestands- und Potenzialanalyse, konnten Mitte Dezember abgeschlossen werden.
Die Bestandsanalyse beschreibt den Status quo der Wärmeversorgung in der Stadt Göttingen. Sie bildet die Grundlage für die im nächsten Schritt geplante modellbasierte Fortschreibung der Entwicklung des lokalen Wärmemarktes. Dazu wurden im Rahmen der Bestandsanalyse alle relevanten Daten über
- den derzeitigen Wärmebedarf oder Wärmeverbrauch innerhalb des beplanten Gebiets einschließlich der hierfür eingesetzten Energieträger,
- die vorhandene Wärmeerzeugungsanlagen und
- die für die Wärmeversorgung relevante Energieinfrastrukturanlagen
gesammelt, ausgewertet und visualisiert.
Endenergie- und der Wärmebedarf sind in Göttingen im Status quo ganz identisch strukturiert. Der Wärmebedarf liegt bei ca. 93 % des Endenergiebedarfes. Diese Kennzahl informiert über die Energieeffizienz aller in Göttingen eingesetzten Heizungssysteme. Der Endenergiebedarf der Gesamtstadt wird zum großen Teil aus fossilen Energieträgern, überwiegend Erdgas, gedeckt. Die Dekarbonisierung des Energieträgers Fernwärme der Stadtwerke Göttingen wurde mit dem Einsatz von Biomethan, Biogas sowie der Inbetriebnahme des BioWärmeZentrums und dem Einsatz von Holzhackschnitzeln bereits eingeleitet.
Göttingen hat einen jährlichen Endenergiebedarf für Wärme von insgesamt 1.612 GWh. Bezogen auf die Einwohnerzahl entspricht dies rund 13.000 kWh pro Einwohner. Der Endenergiebedarf liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt von gut 17.000 kWh pro Einwohner. Der hohe Endenergiebedarf in Göttingen ist dabei nicht auf hohen industriellen Wärmebedarf zurückzuführen, sondern insbesondere dem Universitäts- und Verwaltungsstandort geschuldet.
Ergebnisse Bestandsanalyse- Gebäudestruktur
Wohngebäude nehmen mit 55 % etwas mehr als die Hälfte des Endenergiebedarfs für Wärme in Anspruch. 25 % entfallen auf Gewerbe und Industrie sowie 20 % auf öffentliche Gebäude. Hier ist die Universität mit ihren vielen Gebäuden und dem Universitätsklinikum der größte Nachfrager von Wärme.
In Göttingen werden etwa 21.000 Gebäude beheizt, davon sind etwa 80 % Wohngebäude. Die übrigen Gebäude umfassen Gewerbe-, Industrie- und öffentliche Bauten, die ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Energieverbrauch leisten. Der Gebäudebestand ist relativ alt. Fast 75 % aller Gebäude wurden vor 1977 (erste Wärmeschutzverordnung) errichtet. Der Gebäudebestand ist überwiegend noch teil- oder unsaniert. Die Energieeffizienz der Wohngebäude liegt mit einem Wärmebedarf von 164 kWh/m²/a besonders hoch und deutlich über dem westdeutschen Durchschnitt von 120 kWh/m²/a.
Eine energetische Vollsanierung der Wohngebäude würde ein erhebliches Einsparpotenzial bieten: Bis zu 460 GWh könnten jährlich eingespart werden, würden alle Gebäude in der Stadt vollständig saniert und dabei eine mittlere Sanierungstiefe erreicht werden. Eine solche mittlere Sanierungstiefe berücksichtigt, dass die überwiegend alten Gebäude, teilweise denkmalgeschützten Gebäude im Regelfall nicht auf einen KfW-Standard 40 oder 55 ertüchtigt werden können.
Mit einer Vollsanierung aller Gebäude in Göttingen sind erhebliche Herausforderungen verbunden, wie hohe Investitionskosten und einhergehend hoher Finanzbedarf, inhomogene Eigentümerstruktur, logistische Komplexität sowie ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Diese Faktoren erschweren neben einer fehlenden gesetzlichen Verpflichtung die Realisierung einer Vollsanierung des gesamten Gebäudebestandes. Allein die etwa 300 Gebäude der Georg-August-Universität weisen – so die Pressestelle der Universität – einen Sanierungsstau von über 1.000 Mio. EUR auf.
Der verbleibende Endenergiebedarf nach Sanierung in Höhe von über 1.100 GWh/a muss durch erneuerbare Energien (EE) oder industrielle, unvermeidbare Abwärme gedeckt werden.
Ergebnisse Potenzialanalyse
Das theoretische Potenzial an Erneuerbaren Energien und Abwärme liegt in Göttingen bei über 6.000 GWh (=6 TWh) pro Jahr. Dieses Potenzial übersteigt den derzeitigen Endenergiebedarf deutlich und zeigt die Möglichkeiten einer nachhaltigen Energieversorgung auf. Im nächsten Schritt werden die identifizierten Erneuerbaren Energie- und Abwärmepotenziale auf ihre Nutzung in bestehenden und neuen Wärmenetzen untersucht. Dabei werden insbesondere diejenigen Gebiete der Stadt in den Blick genommen, die über eine hohe Wärmeliniendichte verfügen und in denen noch keine Fernwärme verfügbar ist. Göttingen verfügt über 263 Baublöcke, die grundsätzlich für Wärmenetze geeignet sein könnten, davon haben 78 Baublöcke eine Wärmedichte, die höher als 1.000 MWh/ha ist. Dies sind besonders gut geeignete Gebiete. Viele der Stadtteile mit hohen Wärmedichten sind jedoch bereits durch Wärmenetze erschlossen, hier könnte eine Verdichtung erfolgen.
Die Zahlen verdeutlichen das Potenzial, welches Göttingen durch eine energetische Sanierung der Gebäude und die Nutzung erneuerbarer Energien ausschöpfen kann. Die Umsetzung der Transformation erfordert eine sorgfältige Planung. Die Grundlagen sollen in den nächsten Schritten im Prozess der Wärmeplanung gelegt werden.
Potenzial von Wasserstoff/ Biomethan
Wasserstoff und auch Biomethan spielen in der aktuellen Wärmeversorgung der Stadt Göttingen eine untergeordnete Rolle. Derzeit werden einige wenige Blockheizkraftwerke mit sogenanntem „virtuellen“ Biomethan versorgt.
Da Wasserstoff im Vergleich zu Biomethan bisher in Deutschland nur in geringem Maße verfügbar ist und auch die Stadt Göttingen geographisch ungünstig liegt, um bereits frühzeitig an das geplante Wasserstoff-Kernnetz deutschlandweiter Transportleitungen angeschlossen zu werden, stellt dieser keine realistische Alternative für eine umfassende Wärmeversorgung dar. Es gibt Planungskonzepte welche einen Anschluss von Südniedersachen an das Wasserstoff- Kernnetz überprüfen, diese legen aber einen Schwerpunkt auf den Anschluss von wenigen industriellen Anwendern, sowie den Einsatz in Kraft- und Heizwerken mit eng begrenzter Betriebsstundenzahl zur Deckung der winterlichen (Strom- und) Wärmelastspitzen. Auch hier wird der flächendeckende Einsatz von Wasserstoff zur dezentralen Wärmeversorgung von Gebäuden ausgeschlossen.
Von daher beschloss der Umweltausschuss der Stadt Göttingen am 25.02.2025 einstimmig den Einsatz von Wasserstoff in der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Göttingen nicht weiter zu prüfen und nicht weiter zu berücksichtigen.
Ergebnisse Zielszenario 2040
Auf Basis der Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse erfolgte die Simulation der Entwicklung des Wärmemarkts von Göttingen bis zum Zieljahr 2040. Die Simulation nutzte mit der Stadt Göttingen und anderen Stakeholdern abgestimmt Parameter. Insgesamt wurden drei unterschiedlichen Szenarien simuliert, um verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten des Wärmemarktes in Göttingen zu betrachten. Aus diesen Szenarien wurde das Zielszenario, also das realistische Szenario zur Dekarbonisierung des Göttinger Wärmemarktes ausgewählt.
Im Zielszenario verändert sich die Wärmeversorgung in der Stadt Göttingen bis 2040 auf einem kontinuierlichen Transformationspfad. Dabei wandelt sich die heutzutage überwiegend gasbasierte Versorgung hin zu einer strom- und Wärmenetzbasierten Versorgung im Zieljahr 2040.
Strom hat im Zieljahr einen Anteil von 40 % am Endenergiebedarf und einen Anteil von etwa 55,7 % am Wärmebedarf. Die Wärmenetze haben im Zieljahr einen Anteil am Endenergiebedarf von 46,5 % und einen Anteil von etwa 34,7 % am Wärmebedarf. Neben dem dominierenden Energieträger Strom und Wärmenetze werden Wasserstoff (Industrie, ggf. Wärmenetze) sowie feste Biomasse mit jeweils ca. 5-6 % Anteil am Endenergiebedarf, sowie zu sehr geringen Anteilen Solarthermie eingesetzt.
Im Ergebnis führt die jährliche Sanierung des Gebäudebestandes in Göttingen zu einer Wärmebedarfsreduktion bis 2040 von rund 8,2 % und trägt zur Transformation des Wärmemarktes bei. Das maximale Potenzial zur Reduktion des Wärmebedarfes beträgt weitere ca. 337 GWh/a. Dies Potenzial könnte erschlossen werden, sofern eine Vollsanierung des gesamten Gebäudebestandes erfolgte.
Der Wandel im Göttinger Wärmemarkt wird sichtbar, wenn man je Baublock den Energieträger mit dem größten Anteil an der Wärmeversorgung (den „primären Energieträger“) betrachtet. Dann zeigt sich im Ausgangsjahr 2024 die Dominanz von Erdgas. In der Innenstadt gibt es bereits Bereiche die überwiegend über Wärmenetze versorgt werden. In den dünnbesiedelten Außenbezirken werden überwiegend Ölheizungen eingesetzt.
Im Zielszenario ändert sich dieses Bild deutlich. Die Wärmeversorgung in Göttingen wird vor allem elektrisch, insbesondere durch Wärmepumpen erfolgen. Die zentralen Stadtbereichen werden hauptsächlich durch Wärmenetze versorgt.
Ergebnisse der voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete
Aus der Kombination der Eignungsgebiete ergibt sich gemäß § 14 und 18 WPG die Einteilung in die voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete für Göttingen im Zieljahr 2040.
Die Karte der voraussichtlichen Wärmeversorgungsgebiete zeigt baublockscharf an, welche Wärmeversorgungsart künftig in Göttingen wahrscheinlich sein wird.
Liegt mein Haus in einem blau gefärbten Bereich?
In diesem Fall ist eine dezentrale Versorgung, vorwiegend über strombasierte Versorgungstechnologien, wahrscheinlich. Gebäudeeigentümer*innen müssen sich langfristig darauf einstellen, dass die gas- oder ölbasierte Versorgung durch eine stromgeführte Technologie ersetzt werden muss. Flankierende Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei mit zu berücksichtigen. Welche strombasierte Heizungstechnologie sinnvollerweise zum Einsatz kommen sollte, hängt vom Gebäudetyp, dem Baualter, dem Sanierungszustand und der Art der Nutzung ab.
Liegt mein Haus in einem rot gefärbten Bereich?
In diesem Fall liegt das Gebäude in einem Bereich, in dem bereits ein Fern- oder Nahwärmenetz vorhanden ist, welches verdichtet werden soll. Gebäudeeigentümer*innen haben die Möglichkeit, sich langfristig an dieses Netz anzuschließen und sollten mit dem Netzbetreiber des Bestandsnetzes Kontakt aufnehmen, um sich über die Anschlussmöglichkeiten zu informieren. Der Anschluss an das Fern- oder Nahwärmenetz im Fernwärmeverdichtungsgebiet ist nicht zwingend vorgegeben. Gebäudeeigentümer*innen haben die Wahl, auch andere GEG-konforme Heizungstechnologien zu wählen.
Liegt mein Haus in einem rosa gefärbten Bereich?
In diesem Fall liegt das Gebäude in einem Bereich, in dem in geringer Entfernung bereits ein Fern- oder Nahwärmenetz vorhanden ist, welches ausgebaut werden soll. Gebäudeeigentümer*innen haben perspektivisch sehr wahrscheinlich die Möglichkeit, sich an das neu zu errichtende Netz anzuschließen. Sie sollten mit dem Netzbetreiber des Bestandsnetzes Kontakt aufnehmen, um sich über die künftigen Anschlussmöglichkeiten und eine etwaige Interimsversorgung zu informieren. Der Anschluss an das Fern- oder Nahwärmenetz im Fernwärmeausbaugebiet ist nicht zwingend vorgegeben. Gebäudeeigentümer*innen haben die Wahl, auch andere GEG-konforme Heizungstechnologien zu wählen.
Liegt mein Haus in einem orangen gefärbten Bereich?
In diesem Fall liegt das Gebäude in einem Bereich, in dem ggf. in etwas weiterer Entfernung bereits ein Fern- oder Nahwärmenetz vorhanden ist, von dem aus auch das orange gefärbte Gebiet erschlossen werden könnte oder in dem der Bau eines neuen Netzes möglich ist. Es ist noch kein Netz vorhanden und wurde noch keine attraktive Wärmequelle identifiziert, die in das neu zu errichtende Nahwärmenetz erschlossen werden könnte. Die Hürden für die Errichtung neuer Netze sind hoch. Der Netzbau und die Erschließung von neuen Wärmequellen ist kostspielig und erfordert hohe Anschlussdichten an ein neues Fern- oder Nahwärmenetz. In der ersten Phase der Wärmeplanung konnte die Wirtschaftlichkeit für Wärmenetze in den Prüfgebieten nicht abschließend nachgewiesen werden, sodass weitere Untersuchungen (u. a. auch auf Seiten der künftigen Nutzer*innen) erforderlich sind, bevor diese Gebiete als Fernwärmeausbaugebiete ausgewiesen werden können. Gebäudeeigentümer*innen haben perspektivisch also vielleicht die Möglichkeit, sich an ein ggf. neu zu errichtendes Netz anzuschließen. Sie sollten mit dem potenziellen Netzbetreiber Kontakt aufnehmen, um sich über die künftigen Anschlussmöglichkeiten zu informieren.
Darstellung der Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr
Die Simulation des Zielszenarios gibt baublockscharf Auskunft über die Heizungs- und Energieträgerverteilung im Zieljahr 2040. Aus dieser in den einzelnen Baublöcken vorherrschenden Verteilung der genutzten Heizenergieträger können Eignungsstufen für die jeweiligen Energieträger gemäß § 19 WPG abgeleitet werden.
Ein Großteil der Baublöcke in Göttingen ist wahrscheinlich bzw. sehr wahrscheinlich für dezentrale Wärmeversorgungsarten wie z. B. die Wärmepumpe geeignet. Auch im Innenstadtbereich sind noch etwas mehr als die Hälfte der Baublöcke für solche dezentrale Lösungen geeignet. Vor allem in den zentralen Siedlungsbereichen der Stadt aber auch in Stadtteilen wie z. B. Leineberg, Geismar, Grone oder Groß Ellershausen, in denen sich Wärmenetze entwickeln könnten, liegen geeignete Baublöcke für die Wärmeversorgung mittels Wärmenetzen vor. Die Nutzung von Wasserstoff ist in allen Baublöcken in Göttingen als sehr wahrscheinlich ungeeignet eingestuft, obwohl es in einigen Baublöcken mit vorwiegender industrieller Ausrichtung eine geringe Nutzung von Wasserstoff gibt. Der Einsatz von Wasserstoff zum gegenwärtigen Zeitpunkt im dezentralen Raumwärmemarkt werden derzeit weder vom lokalen Energieversorger/Netzbetreiber noch von der aktuellen Wasserstoffstrategie des Bundes gesehen. Eine Nutzung von grünem Wasserstoff in zentralen Lösungen und die Verteilung über Wärmenetze ist dabei explizit nicht ausgeschlossen.
Bericht: Kommunale Wärmeplanung der Stadt Göttingen
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Informationen und Orientierungshilfe der einzelnen Orts- und Stadteile
In einzelnen Steckbriefen gibt es eine Kurzbeschreibung des jeweiligen Gebiets, eine Übersicht über die dazugehörigen Flächen, der Gebäude und die Darstellung des derzeitigen Wärmebedarfs. Auch Grafiken zum aktuellen Energiemix und wie der zukünftige Energiemix laut Planung in 2040 aussehen könnte, sind dargestellt. Des Weiteren gibt es Empfehlungen und Hinweise.
Deppoldshausen
Deppoldshausen ist Göttingens kleinster Ortsteil. Der Ort liegt auf einer Hochebene, die nur von Weende aus über eine schmale Fahrstraße zu erreichen ist. Die Ortschaft ist vor allem geprägt durch den umfangreichen Gebäudekomplex des ursprünglich zum Weender Klostergut gehörenden Gutshofes.
| Gesamtfläche: | 491,2 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 16,5 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 8 (davon 4 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 7 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1860-1948 (50%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 0,5 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 0,1 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 0,2 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Elliehausen
Elliehausen befindet sich am Westrand des Leinetalgrabens. Unterhalb des Osthanges befindet sich das Wohngebiet, von wo aus ein schöner Blick über Göttingen und das Leinetal gegeben ist. Gemeinsam mit dem Nachbarort Esebeck bildet es einen Ortsteil und wird im Osten durch die A7 von Göttingen getrennt. Für Familien bietet sich hier ein optimaler Wohnort: die Wege im Bezirk sind kurz, es gibt eine Grundschule, welche zusätzlich einen Hort mit nachmittäglicher Betreuung und einen Sportplatz anbietet.
Weiterhin hat Elliehausen sämtliche Angebote vor Ort: u.a. eine Apotheke, Arztpraxen, Bäckereien, Friseurläden und Gaststätten. Mit dem Neubaugebiet "Am Gesundbrunnen" steht günstiges Bauland zur Verfügung, welches durch seine ruhige und verkehrsgünstige Lage am Stadtrand gekennzeichnet ist. Vielfältige Vereine bieten sowohl sportliche als auch kulturelle Freizeitmöglichkeiten.
| Gesamtfläche: | 631,5 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 161,2 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 954 (davon 804 WG |
| Anzahl Wohnungen: | 1.322 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (34%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 27,6 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 13,2 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 8,8 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Esebeck
Esebeck liegt in einer Höhe von 250 bis 288 Metern und damit mehr als 100 Meter über dem Leinetal. Landschaftlich gehört der Ort zur Dransfelder Hochfläche, die aus Schichten des Muschelkalks gebildet ist. Der Ort, der im Landschaftsschutzgebiet Leinebergland und in einer Wasserschutzzone liegt, befindet sich neun Kilometer nordwestlich vom Göttinger Stadtzentrum und hat eine Gemarkungsfläche von 588 Hektar. Seit der Gemeindegebietsreform 1973 ist Esebeck ein Ortsteil der Stadt Göttingen, der sich heute überwiegend als Wohngemeinde darstellt, jedoch noch mit einer dörflich-landwirtschaftlichen Prägung.
| Gesamtfläche: | 588,5 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 63,4 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 231(davon 188 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 277 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (42%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 6,1 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 2,2 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 2,4 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Geismar
Geismar liegt im Süden der Stadt Göttingen. Die natürlichen Grenzen des Ortes sind im Osten der Waldrand, im Süden der Diemardener Berg und im Südwesten und Westen die Flüsse Garte und Leine. Der Höhenunterschied von Westen nach Osten beträgt immerhin 100m. Im Altdorf, Geismar wurde 1964 in das Gebiet der Stadt Göttingen eingemeindet, befindet sich neben gut erhaltenen Fachwerkhäusern die idyllisch gelegene Tränke in der Straße "Im Kolke". Die nur spärlich vorhandene Industrie macht Geismar zu einem beliebten Wohngebiet. Am Rande des Waldes liegt das GDA-Wohnstift mit ca. 600 Wohneinheiten.
Das Schulzentrum Geismar beinhaltet eine Grund- und Hauptschule, eine Integrierte Gesamtschule (IGS) sowie zwei Sonderschulen für geistig und körperlich behinderte Kinder. Sport- und Schwimmhalle vervollständigen den Schulkomplex. In Geismar hat auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) ihren Sitz. Der Bezirk ist einer der bevölkerungsreichsten aller Stadtbezirke.
| Gesamtfläche: | 1.427,0 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 473,2 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 3.483 (davon 3.362 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 9.664 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (56%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 141,9 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 71,1 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 59,5 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichem dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
- Teilweise zentrale Wärmeversorgung/ Netzverdichtung
- Teilweise Wärmenetzneubaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- •Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz ( siehe Stadtwerke Göttingen AG)
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Grone
Grone befindet sich westlich der Göttinger Innenstadt in der flachen Ebene des Leinetales. In nordöstlicher Richtung erhebt sich der relativ flache Egelsberg an der Leine. Durchflossen wird Grone durch den Gronebach und den Rehbach. Westlich des Ortskerns verläuft in Nord-Süd-Richtung die A7, an dessen Westseite die Dransfelder Hochebene beginnt. Der Stadtbezirk besteht aus einem historischen Ortskern, sowie aus den Ortsteilen Grone-Süd und Grone-Nord. Letzterer ist geprägt durch diverse Einkaufszentren und ein großes Industriegebiet. An Sehenswürdigkeiten bietet Grone die Pfannensaline Luisenhall, die letzte in Betrieb befindliche kommerzielle Pfannensiederei Europas und die barockartige Kirche St. Petri. Es gibt drei Schulen, einen Sportplatz, eine Bezirkssportanlage und ein Jugendzentrum.
| Gesamtfläche: | 767,7 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 503,3 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 1.877(davon 1.540 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 5.796 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (57%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 147,5 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 91,5 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 43,5 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
- Teilweise zentrale Wärmeversorgung/ Netzverdichtung
- Teilweise Wärmenetzneubaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
- Nutzung von Wasserstoff ist für die Industrie-Prozesswärme vorgesehen, keine Nutzung zur Beheizung von privaten Wohnungen
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Groß Ellershausen
Groß Ellerhausen liegt 5 km westlich der Innenstadt Göttingens am Hang des Leinetals und zählt zum Landschaftsschutzgebiet Leinebergland. Im Osten grenzt es an den Stadtbezirk Grone. Mit seiner Lage an der B3 und der A7 sowie guten Busanbindungen liegt es sehr verkehrsgünstig. Dank seiner sehr guten Ausstattung mit öffentlichen Einrichtungen wie Ärzten, Bankfilialen, Friseuren, Bäckereien, Sportgeschäften und der Nähe zum Kaufpark in Grone ist es gute Wohngegend für Familien. Deren Kinder können in einem Kindergarten und der Grundschule Mittelberg untergebracht werden. Wer sportlich interessiert ist, kann den Radfahr- und Wanderweg, der nördlich um den Ort verläuft, nutzen, ebenso die Wellnessanlage im Vier-Sterne-Hotel Freizeit In, welche sich am Ortseingang befindet. Bis zum Genossenschaftsforst sind es lediglich 5 Minuten Fahrt. Weiterhin ist Groß Ellershausen sehr vereinsaktiv und bietet Sportarten für jedes Alter. Sehenswert ist sicherlich der Turm der St. Martini Kirche, welcher zu den ältesten Gebäuden in Südniedersachsen zählt.
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| Gesamtfläche: | 389,7 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 84,6 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | (davon 347 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 5.796 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (x%) |
| Wärmebedarf aktuell: | x GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | x GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 6,4 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen Zentrale Versorgung/Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
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Herberhausen
Herberhausen befindet sich östlich der Göttinger Innenstadt und im westlichen Teil des Göttinger Waldes. Durchflossen wird der Ortskern durch die Lutter. Er liegt auf einer Höhe von ca. 240 m über Null und über eine kurze Strecke sind die B27 und die Herzberger Landstraße schnell zu erreichen. Der Hainberg im Westen dient als Naherholungsgebiet, in dem ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen möglich sind. Dabei lässt sich auch der Hügel Kartoffelstein, welcher ein Naturdenkmal darstellt, begutachten. Gegenüber der Dorfkirche St. Cosmas und Damian schließt sich der idyllische Thieplatz an, welcher das Bild der dörflichen Fachwerkbauten bewahrt. Seinen dörflichen Charme hat Herberhausen bis heute bewahren können.
| Gesamtfläche: | 1.520 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 120,2 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 231(davon 188 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 277 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (42%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 6,1 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 2,2 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 2,4 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Hetjershausen
Hetjershausen ist auf den flach geneigten Westhängen des Leinegrabens angesiedelt. Durch Kreisstraßen ist es mit den Nachbarorten Knutbühren im Nordwesten und Groß Ellershausen im Süden verbunden. Die höchste Erhebung bildet mit 360 m über Null der Knutberg, wohingegen der Ortskern ganze 120 m tiefer liegt. Aufgrund verbesserter Infrastrukturbedingungen hat sich Hetjershausen von einer landwirtschaftlich geprägten Dorfgemeinde zu einem beliebten Wohngebiet gewandelt. Die Mittelbergschule wurde gemeinsam mit Groß Ellershausen eingerichtet. Im Zentrum des Ortes befindet sich das einzige Baudenkmal, die St. Marienkirche. Zudem zeichnet sich Hetjershausen durch ein aktives Vereinsleben aus.
| Gesamtfläche: | 755,8 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 77,5 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 418 (davon 366 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 552 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (51%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 12,2 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 4,7 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 5,2 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Holtensen
Der Stadtbezirk Holtensen befindet sich im Nordwesten Göttingens. Im Norden grenzt es an die Gemeinde Bovenden, südlich gelangt man zum Göttinger Autobahnzubringer und auf die B27. Östlich verläuft in Nord-Süd Richtung die B3, sowie nördlich und westlich die A7. Holtensen liegt in direkter Nähe zu den Wohngebieten Holtenser Berg und Hagenberg sowie zu dem Gewerbegebiet Grone. Im Ortsteil Arztpraxen, ein Kindergarten, eine Gärtnerei, Weinhandlung, Druckerei und einem Tierarzt angesiedelt. Im Zentrum des Ortskerns befindet sich die Kirche St. Margarethen. Prägend ist sein dörfliches Erscheinungsbild, was trotz der Nähe zur Stadt bis heute erhalten werden konnte. Da auch aktive landwirtschaftliche Betriebe hier beheimatet sind.
| Gesamtfläche: | 306,8 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 110,4 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 577 (davon 482 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 905 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (43%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 19,8 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 9,6 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 6,2 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet (im südlichen / südwestlichen Bereich)
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (siehe Stadtwerke Göttingen AG)
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Innenstadt
Die Innenstadt liegt zentral im Göttinger Stadtgebiet und ist aus jedem Ortsteil bequem zu erreichen. An ihrem westlichen Rande befindet sich der Hauptbahnhof, im Südwesten der ehemalige historische Stadtwall. Aufgrund zentralen seiner Lage lebt hier ein großer Teil der jüngeren Bevölkerung. Dementsprechend gibt es im kulturellen Bereich diverse Angebote - das Deutsche Theater, das Junge Theater sowie vielfältige Veranstaltungen in der Stadthalle. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten sowie Stadtbibliothek und Städtisches Museum ergänzen das Angebot. Die großen Innenstadtkirchen St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis und St. Marien erhalten das historische Flair. Für frische Luft und Erholung sorgen der alte Botanische Garten, die Wallanlagen und der östlich gelegene Cheltenhampark. Das Wahrzeichen Göttingens, das Gänseliesel, befindet sich inmitten der Fußgängerzone am Alten Rathaus.
| Gesamtfläche: | 148,9 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 147,9 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 1.201 (davon 966 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 5.032 |
| Häufigste Baualtersklasse: | bis 1918 (61%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 120,2 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 90,6 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 50,8 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Bedingt können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Knutbühren
Nach Deppoldshausen ist Knutbühren der zweitkleinste Ortsteil. Er findet westlich von Göttingen auf drei Straßen Platz. Architektonisch dominiert das Fachwerk, so dass Knutbühren sein dörfliches Erscheinungsbild bewahrt hat.
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| Gesamtfläche: | 397,1 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 23,3 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 69 (davon 35 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 49 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (39%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 1,6 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 0,5 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 0,7 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Nikolausberg
Nikolausberg befindet sich im nordöstlichen Teil des Stadtgebietes, oberhalb des Luttertales und ist geprägt durch seine Höhenlage. Im Vergleich zur Innenstadt liegt dieser Stadtbezirk ca. 200 m höher. Aufgrund seiner guten Stadtanbindung und eigenen öffentlichen Einrichtungen, wie Grundschule, Turnhalle, Kindertagesstätte gekennzeichnet. Die Nikolausstiftung greift die Tradition der Nikolauslegende auf und fördert Kinder und Jugendliche in ihrer Ausbildung oder schützt sie vor Gewalt. Sehenswürdigkeiten sind die Klosterkirche. Weiterhin sichtbar ist in Nikolausberg seit 1951 der Sender des NDR.
| Gesamtfläche: | 744 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 142 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 891 (davon 815 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 1.844 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (39%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 62,6 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 20,0 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 17,0 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen- Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Nordstadt
Mir ihrem nach Norden sich erweiternden Gebiet schließt die Nordstadt unmittelbar and die Innenstadt an. Die Bevölkerung in diesem Gebiet ist deutlich studentisch geprägt. Im Südosten, in Nähe zum Nikolausberger Weg liegt das Studentendorf und daneben die Wohnanlage Albrecht-Thear-Weg. Zusammen mit dem Wohnheim Robert-Koch-Straße, in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum, wohnt in diesen drei größten Wohnheimen des Studentenwerks allein schon ein Sechstel der Bevölkerung des Bezirks. Für den täglichen Bedarf wurden auch Supermärkte eingerichtet, die fußläufig gut erreichbar sind. Im südlichen Stadtbezirk befindet sich mit dem "Platz der Göttinger 7" der geisteswissenschaftliche Campus der Universität. Das zentrale Hörsaalgebäude, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, der Blaue Turm, die Zentralmensa und eine Vielzahl von Fakultäts- und Institutsgebäuden prägen diesen Platz. Zwischen Humboldtallee und Waldweg liegen die beiden Krankenhäuser Neu-Maria-Hilf und Neu-Bethlehem, die mit weiteren Ärztehäusern und Praxen seit einigen Jahren ein größeres medizinisches Zentrum bilden. Durch das Gebiet führt auch die Goßlerstraße, die als "Fahrradstraße" konzipiert, täglich von tausenden Radfahrern genutzt wird.
| Gesamtfläche: | 185,1 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 175,1 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 744 (davon 657 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 5211 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (44%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 105,0 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 71,8 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 36,5 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen Zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, etwa der Fassade oder des Daches, bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Oststadt
Die Oststadt erstreckt sich östlich der Innenstadt am Westhang es Hainberges. Im Nordwesten grenzt ihr Gebiet an die Universität in Weende und die Nordstadt, der östliche Teil wird vom Stadtwald dominiert. Durchflossen wird der Stadtbezirk durch den Reinsgraben, Hainholzgraben und den Eberbach. Charakteristisch sind der hohe Grünflächenanteil des Göttinger Waldes, in dem sich unter anderem der Klausberg und Mittelberg erheben, und der vergleichsweise geringe Verkehr. So ist das "Ostviertel" zu einer beliebten Wohngegend geworden. Hier sind auch Einrichtungen wie die Jugendherberge und zwei Gymnasien zu finden. Die Hainberg-Klinik und das Goethe-Institut sind an den idyllischen Schillerwiesen gelegen, welche ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Jogger sind. Hier kann man auch Golf oder Tennis spielen. Man hat ebenfalls die Möglichkeit direkt zum Wandern in den Göttinger Wald zu gehen und gegebenenfalls den Kaiser-Wilhelm-Park sowie den Bismarckturm und die Sternwarte zu besuchen. Weiter östlich gelangt man zum Hainholzhof mit einer Reitanlage und einem Wildgehege.
| Gesamtfläche: | 704,2 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 347,8 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 2.779 (davon 2.605 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 8.315 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (57%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 153,6 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 79,9 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 67,9 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen Zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen etwa der Fassade oder des Daches bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Roringen
Roringen liegt nordöstlich des Stadtzentrums Göttingens direkt an der B27, welche aus dem Leinetal zu dem auf einer Höhe von etwa 300 m über Null im Göttinger Wald gelegenen Ort führt. Charakteristisch sind die vielen neuen Gebäude aufgrund der Neubausiedlungen im Westen und Norden am Menzelberg. Im Altdorf hingegen gibt es zahlreiche Fachwerkhäuser. Dort befindet sich auch das älteste Bauwerk, die St. Martins-Kirche. Sehenswert sind die Natursteinmauern, welche aus dem örtlichen Kalkstein erbaut wurden sowie die Roringer Warte von 1408, die das Wahrzeichen darstellt und Bestandteil der mittelalterlichen Göttinger Landwehr war.
| Gesamtfläche: | 707,1 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 83,1 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 308 (davon 285 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 492 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (58%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 9,1 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 3,1 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 4,2 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Dezentrale Versorgung/ Einzelversorgung
Empfehlungen und Hinweise:
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Solarthermie kann einen ergänzenden Beitrag leisten, steht aber in Nutzungskonkurrenz zur Photovoltaik
- Dachflächen-Photovoltaik kann ausgebaut werden und ist eine ideale Kombination mit Wärmepumpen oder mit Heizstab zur Warmwasserbereitung (siehe Solardachkataster)
- Lokale Zusammenschlüsse ermöglichen ggf. die Umsetzung von kleinen Wärmenetzen als weitere Option
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, etwa der Fassade oder des Daches, bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Südstadt
Die Südstadt schließt unmittelbar an die Göttinger Innenstadt an. Begrenzt ist sie westlich durch die Bahnlinien sowie das Wohngebiet Leineberg und östlich durch die Geismar Landstraße. Die Südgrenze bildet die ehemalige Stadtgrenze, wie sie bis 1964 bestand. Weiterhin ist der südliche Rand stark geprägt durch Grünflächen, Erholungs- und Sportmöglichkeiten. Der Kiessee und das Jahnstadion mit seinen zahlreichen Sportanlagen, sowie das Freibad Brauweg decken den sportlichen Bedarf. Weiterhin garantiert das Freizeitbad Eiswiese freizeitliches Vergnügen. Im nordwestlichen Teil sind die mathematische Fakultät, das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Felix-Klein-Gymnasium angesiedelt. Der Leineberg ist geprägt vom Asklepios Fachklinikum Göttingen und dem anschließenden Park. Wichtige Funktionsgebäude wie das Neue Rathaus der Stadt Göttingen am Hiroshimaplatz sowie das Gebäude des Landkreises Göttingen dominieren den nord-östlichen Bereich der Südstadt.
| Gesamtfläche: | 376,3 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 328,8 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 1.954 (davon 1.819 WG) |
| Anzahl Wohnungen: | 9.554 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (39%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 156,2 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 94,7 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 65,7 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Der Bereich „Leineberg“ eignet sich besonders für einen Neubau eines Wärmenetzes
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, etwa der Fassade oder des Daches, bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
- Nutzung von Wasserstoff ist für die Industrie-Prozesswärme vorgesehen, keine Nutzung zur Beheizung von privaten Wohnungen
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Weende
Weende liegt im Norden der Stadt Göttingen. Durch die B27 "An der Lutter" ist ein direkter Anschluss an die Autobahn gegeben. War Weende ehemals von zahlreichen Klostern geprägt, so ist es im Zuge der Industrialisierung beständig angewachsen und zu einer wohlhabenden Gemeinde geworden. Im westlichen Teil ist der ausgedehnte Bereich der Norduniversität mit den Fakultäten Physik, Chemie, Geo- und Forstwissenschaftenangesiedelt. Bedeutende historische Gebäude sind zum einen das Amtshaus, welches aus dem ehemaligen Augustinerinnen-Kloster errichtet wurde, sowie die evangelische Kirche St. Petri, welche das älteste intakte Bauwerk in der Umgebung ist. Zudem sind für Weende eine ausgeprägte Infrastruktur, diverse Schulen und die Neubaugebiete Weende Nord, Papenberg und Stumpfe Eiche charakteristisch. Zur Erholung und sportlichen Aktivität stehen der Badopark nördlich vom Friedhof, der Weender Wald, das Freibad und die Bezirkssportanlage zur Verfügung. Im westlich gelegenen Gewerbegebiet Lutteranger gibt es eine große Auswahl an Geschäften.
| Gesamtfläche: | 983,8 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 611,4 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 2.658 (davon 2.377 WG) |
| 9.772 | 9.554 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (37%) |
| Wärmebedarf aktuell: | 385,8 GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | 293,0 GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 77,7 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, etwa der Fassade oder des Daches, bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
- Nutzung von Wasserstoff ist für die Industrie-Prozesswärme vorgesehen, keine Nutzung zur Beheizung von privaten Wohnungen
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Weststadt
Die Weststadt grenzt im Norden an die bis 1973 selbstständige Gemeinde Holtensen und im Westen mit seinen eigenen großen Industrie- und Gewerbeflächen an das Groner Gewerbegebiet. In südlicher und östlicher Richtung begrenzt die Bahnlinie den Stadtbezirk, im Osten liegt die Innenstadt. Im südlichsten Zipfel ist der Park des alten Stadtfriedhofs zu finden, hier liegt eine Vielzahl der Göttinger Nobelpreisträger begraben. Gegenüber befindet sich die Moschee am Königsstieg. Geprägt ist die Weststadt durch kulturelle und soziale Einrichtungen, wie bspw. das Kulturzentrum Musa. Eine Besonderheit stellt die Weststadtkonferenz dar. Hier treffen sich regelmäßig Gruppen und Vereine, um sich auszutauschen und Probleme zu lösen. Erholung und sportliche Aktivitäten stehen im Levinschen Park, dem Naturfreibad Grone und den Bezirkssportanlagen zur Verfügung. In Nähe zum Bahnhof befindet sich das Otto-Hahn-Zentrum mit der Lokhalle, genutzt für Messen sowie große Hallensport- und Musikveranstaltungen. Für die wirtschaftliche Bedeutung stehen die ScienceParks, die im Norden des Stadtbezirks angesiedelt sind.
| Gesamtfläche: | 574,3 ha |
| Siedlungs- und Verkehrsfläche: | 500,3 ha |
| Anzahl Gebäude (davon Wohngebäude (WG)): _____ | 2.444 (davon 2.246 WG) |
| 9.772 | 6.427 |
| Häufigste Baualtersklasse: | 1949-1978 (51%) |
| Wärmebedarf aktuell: | GWh/Jahr |
| Wärmebedarf im Zieljahr (2040): | GWh/Jahr |
| Einsparpotenzial energetische Sanierung: | 39,4 GWh/Jahr |
Energiemix aktuell
zukünftiger Energiemix 2040
Wahrscheinliche Wärmeversorgung nach der kommunalen Wärmeplanung:
- Im wesentlichen zentrale Versorgung/ Wärmenetzausbaugebiet
Empfehlungen und Hinweise:
- Anfrage an den Fernwärmenetzbetreiber über Anschluss an das Fernwärmenetz (Stadtwerke Göttingen AG)
- Wärmepumpen und Biomasseheizungen sind die wahrscheinlichsten Heizungsvarianten
- Ergänzend können solarthermische Anlagen bzw. Photovoltaikanlagen errichtet werden. Denkmalschutz ist zu prüfen. (siehe Solardachkataster)
- Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, etwa der Fassade oder des Daches, bieten gute Einsparmöglichkeiten (siehe Sanierungsmusterfahrpläne)
- Nutzung von Wasserstoff ist für die Industrie-Prozesswärme vorgesehen, keine Nutzung zur Beheizung von privaten Wohnungen
Die Kartenausschnitte der Gebiete, die in den Veranstaltungen „Wie werden wir in Zukunft heizen?“ gezeigt wurden, können Sie oben in der interaktiven Karte zur Gebietseinteilung der Stadt Göttingen betrachten.
Häufige Fragen zur kommunalen Wärmeplanung (KWP)
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Welches Ziel hat die kommunale Wärmeplanung (KWP)?
In der kommunalen Wärmeplanung beschreiben wir als Stadt Göttingen unsere Strategie zur Umstellung der Wärmeerzeugung von hauptsächlich fossilen auf klimafreundliche Energieträger. Mit dieser Planung erhalten u. a. Bürger*innen und Unternehmen einen klaren Ausblick, wie sie ihr Zuhause oder Unternehmen in Zukunft umweltschonend, kostengünstig und gesetzeskonform beheizen bzw. Prozesswärme erzeugen können.
Weitergehende Informationen zum Thema gibt es hier.
Was ist das zentrale Ergebnis einer KWP?
Der kommunale Wärmeplan stellt einen Fahrplan für die treibhausgasneutrale Wärmeversorgung einer Kommune dar. Gleichzeitig zeigt die kommunale Wärmeplanung den Gebäudeeigentümer*innen, in welchen Gebieten der Kommune sich eine dezentrale bzw. zentrale Wärmeversorgung eignet. Zusätzlich hat sich die Stadt Göttingen entschieden, die Erstellung eines dynamischen Wärmekatasters zu beauftragen. Dies nennt man auch „Digitaler Zwilling“ – ein datenbasiertes digitales Abbild der Stadt, das sowohl den Ist-Zustand darstellt, als auch Szenarien für die Zukunft darstellen kann und somit eine Grundlage für zukünftige Entscheidungen bildet. Das Ergebnis ist eine Kartenanwendung (ähnlich wie das Solardachkataster), die Bürger*innen Potential für erneuerbare Energien, Eignungsgebiete für Wärmenetze als Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung aufzeigt.
Wie läuft die KWP ab?
Die KWP besteht im Wesentlichen aus sechs Schritten:
- In der Bestandsanalyse wird die aktuelle Wärmeversorgung im ganzen Gebiet der Kommune erfasst und kartiert.
- In der Potenzialanalyse werden Quellen für die Erzeugung von Erneuerbarer Wärme bzw. Abwärme erfasst und verortet.
- Auf Basis der Ergebnisse aus der Bestands- und Potenzialanalyse wird ein Szenariorahmen entwickelt sowie Zielszenarien für die Entwicklung der Wärmeerzeugung in Göttingen bis zum Jahr 2045 simuliert.
- Die Ergebnisse der Simulation werden gemeinsam mit den relevanten Akteuren in der Stadt Göttingen (z. B. Bürger*innen, Netzbetreiber, Wohnungsgesellschaften, Unternehmen etc.) in moderierten Prozessen (sogenannte „Akteursbeteiligung“ sowie „Öffentlichkeitsbeteiligung“) vorgestellt und diskutiert.
- Anschließend werden Maßnahmen zur Umsetzung des Wärmeplans entwickelt.
- Zum Schluss wird der kommunalen Wärmeplan finalisiert und durch den Gemeinderat verabschiedet.
Weitergehende Informationen zum Thema gibt es hier.
Bis wann muss die KWP nach den gesetzlichen Vorgaben fertiggestellt sein?
Laut Wärmeplanungsgesetz (WPG) müssen Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan erstellt haben. Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern haben bis zum 30. Juni 2028 Zeit. In Göttingen hätten wir also bis Mitte 2026 Zeit die KWP zu erstellen. Wir wollen Ihnen als Bürger*innen und Unternehmen aber so schnell wie möglich Planungssicherheit verschaffen.
Wer ist für die KWP in der Stadt Göttingen zuständig?
Wir als Stadt Göttingen sind für die kommunale Wärmeplanung zuständig. Bei der Durchführung werden wir von den örtlichen Energieversorgungsunternehmen, anderen beteiligten Institutionen (z.B. den Schornsteinfeger*innen) und con|energy consult GmbH unterstützt. Sie haben langjährige Erfahrung in der Energieberatung und sind Vorreiter bei der Erstellung von Wärmeplanungen.
Informationen zu dem Planungsbüro con|energy consult GmbH gibt es hier.
Bei weitergehenden Fragstellungen wenden Sie sich auch gerne per E-Mail direkt an uns: nachhaltigkeit@goettingen.de
Welches Gebiet umfasst die KWP?
Die kommunale Wärmeplanung umfasst das ganze Stadtgebiet der Stadt Göttingen sowie den Ortsteilen. Innerhalb dieses Gebietes fließen alle Gebäude mit in die Analyse ein, die eine beliebige Art von Wärmeversorgung besitzen.
Wie werden Bürger*innen in die Planungsschritte eingebunden und informiert?
Unsere Bürger*innen werden grundsätzlich über alle Kanäle der Stadt Göttingen und auf unserer Webseite über den aktuellen Stand unserer Wärmeplanung informiert. Je nach Maßnahmen und Planung können Bürger*innen und/oder Unternehmen auch in andere Teile des Prozesses integriert werden.
Bis einschließlich Freitag, 12. Dezember 2025, konnten sich Bürger*innen über die Planungen informieren und hatten auch Gelegenheit, zu den Planungen Stellung zu nehmen.
Welche Vorteile habe ich als Privatperson?
Die kommunale Wärmeplanung bietet insbesondere Privatpersonen Planungs- und Investitionssicherheit für die Zukunft. Bürger*innen können sich auf den entstandenen Wärmekarten ein Bild davon machen, welche Heizungsarten sich am besten in welchen Gebieten eignen. Wichtig ist, dass daraus keine Pflichten hervorgehen.
Wird meine Straße an ein Wärmenetz angeschlossen?
Die kommunale Wärmeplanung identifiziert nur geeignete Gebiete für Nah- oder Fernwärmenetze. Die tatsächliche Eignung muss anschließend zum Beispiel durch Machbarkeitsstudien festgestellt werden. Als letztes würde ein potenzieller Betreiber ein Wärmenetz planen und, je nachdem wie viele Haushalte sich anschließen, bauen. Ein geeignetes Gebiet in der KWP bedeutet also nicht gleich, dass ein Wärmenetz in der Zukunft gebaut wird.
Derzeit betreiben nur die Stadtwerke Göttingen ein öffentliches Wärmenetz, mehr Informationen erhalten Sie hier.
Welche rechtlichen Folgen ergeben sich aus der KWP?
Der Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument der Kommune, aus dem sich zunächst keine Rechte oder Pflichten ableiten.
Wie hängen das GEG und die KWP zusammen?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt die so genannte 65-Prozent Regel fest. Sie besagt, dass alle neuen Heizungen mindestens zu 65% mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Die Wärmeplanung (WP) schafft planerisch Anknüpfungspunkte zur Erfüllung dieser 65-Prozent Regel.
Was folgt nach dem Wärmeplan?
Nach der Erstellung des kommunalen Wärmeplans werden einzelne Gebiete eingehend durch potenzielle Netzbetreiber geprüft. Dies geschieht in sogenannten Machbarkeitsstudien und nimmt auch nach dem Wärmeplan noch etwas Zeit in Anspruch.
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Häufige Fragen zur Wärmeversorgung
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Muss ich meine Heizung tauschen?
Eine funktionierende Heizung muss nicht getauscht werden. Ab dem Jahr 2045 ist der Betrieb von Heizkesseln mit fossilen Energieträgern verboten. Das GEG wird ab dem 01.07.2026 bei uns in Göttingen gelten. Wer danach die eigene Heizung tauscht, muss die 65-Prozent-Regel einhalten. Diese Regelung schützt Sie vor stark steigenden Kosten für fossile Energien in den kommenden Jahren. Außerdem gilt laut § 72 GEG folgendes:
- Fossile Heizungen, die vor 1991 eingebaut wurden, sind verboten
- Fossile Heizungen, die ab 1991 eingebaut wurden, dürfen maximal 30 Jahre betrieben werden (Beispiel: Einbau 1995 à Tausch 2025)
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema können Sie sich an die Energieagentur Region Göttingen wenden.
Welche Heizung muss ich nehmen?
In Neubauten müssen Eigentümer*innen seit dem 01.01.2024 bei Einbau einer neuen Heizung die Pflicht zur Nutzung von 65 Prozent erneuerbarer Energie bereits erfüllen. Für alle anderen Eigentümer:innen gilt die Pflicht erst beim Tausch der alten Heizung ab dem 01.07.2026. Bestehende Heizungen (Öl- oder Gasheizungen) dürfen bis zum 31.12.2044 weiter betrieben und bei Bedarf repariert werden, wenn sie vor weniger als 30 Jahren eingebaut wurden. Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden mindestens 30 % (in einigen Fällen sogar bis zu 70 %) der Kosten für einen Heizungstausch erstattet.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema können Sie sich an die Energieagentur Region Göttingen wenden.
Ich bin Mieter*in – was gilt für meine Heizung?
Verantwortlich für den Heizungswechsel sind die Eigentümer*innen.
Müssen alle Häuser saniert werden?
Nein, nicht alle. Es ergibt jedoch in den meisten Fällen Sinn, um den Wärmeverbrauch zu senken. Bestandsgebäude, die zu alt sind oder einen zu hohen Wärmeverlust haben sollten in der Regel saniert werden. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie am besten mit einem Energieberater oder Energieberaterin.
Hier gibt es Fördermöglichkeiten:
Was kostet ein Anschluss an ein Wärmenetz?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich jetzt noch nicht zuverlässig sagen. Bei Netzen mit einem hohen Anteil von erneuerbaren Energien wird der Anschluss über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aber mit mindestens 30 % gefördert.
Sprechen Sie auch gern die Stadtwerke Göttingen AG an.
Durch den KlimaFonds der Stadt Göttingen bestehen Fördermöglichkeiten neben den Bundesmitteln.
Gibt es Unterstützung von der Stadt Göttingen
Ja, informieren Sie sich hier über die städtische Förderung KlimaFonds.
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Häufige Fragen zu gesetzlichen Vorgaben zu Energieträgern in Heizungen
Muss ich meine Gas- oder Ölheizung jetzt austauschen lassen, auch wenn sie noch funktioniert?
Nein, eine funktionierende Heizungsanlage muss nicht ausgetauscht werden. Die bereits vorher gültigen GEG-Vorgaben bezüglich Heizungen, die älter als 30 Jahre sind, greifen allerdings weiterhin (§ 72 GEG: Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen > hier zum Nachlesen). Weiter Informationen gibt es hier.
Welche Vorgaben gelten, wenn eine Gas- oder Ölheizung (irreparabel) defekt ist?
Kaputte Heizungen können repariert werden. Falls das nicht mehr möglich ist, gilt in der Regel eine Übergangsfrist von 5 Jahren. In dieser Zeit können übergangsweise noch Heizungsanlagen eingebaut, aufgestellt und betrieben werden, die nicht die Anforderungen von 65 Prozent erneuerbaren Energien erfüllen. Nach Ablauf der Frist muss der geforderte prozentuale Anteil allerdings erfüllt werden, z. B. durch einen Fernwärmeanschluss. Für Gasetagenheizungen kann eine Übergangsfrist von bis zu 13 Jahren gelten. Auch die Anschlussmöglichkeit an ein Wärmenetz kann die Dauer der Übergangsfrist beeinflussen.
Welche Vorgaben und Fristen gelten beim Einbau einer neuen Heizung?
Nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) dürfen in Neubaugebieten ab dem 01.01.2024 nur noch Heizungen eingebaut werden, die auf die Dauer zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. Für Neubauten in Baulücken greifen die gleichen Regeln wie für Bestandsgebäude. Im Bestand gilt das GEG ab dem 30.06.2026.
Gibt es Zuschüsse für den Einbau einer neuen Heizung auf Basis erneuerbarer Energieträger?
Ja, der Einbau wird durch Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds gefördert und bis zu maximal 70 Prozent bezuschusst, einkommensunabhängig erhält man mindestens 30 Prozent. Bis 2028 gibt es zudem den "Klima-Geschwindigkeitsbonus" von 20 Prozent, der in den Folgejahren immer geringer wird. Außerdem unterstützt der KlimaFonds Göttingen bei energetischen Sanierungen und Austausch der Heizungsanlage.
Nähere Informationen dazu geben die folgenden Seiten:
- FAQ-Seite zum Gebäudeenergiegesetz des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
- Übersichtsseite der KfW zur Heizungsförderung
Darf ich jetzt noch eine neue Gasheizung (auch Gasetagenheizung) einbauen?
Der Einbau einer Gasheizung ist nicht verboten. Heizungen mit fossilen Energieträgern dürfen ab dem 01.01.2024 allerdings nur noch eingebaut werden, wenn man sich vorher einer verpflichtenden Beratung unterzogen hat. Dies dient zur Aufklärung und zum Schutz der Bürger*innen, um vor steigenden Kosten im Rahmen der CO2-Bepreisung zu warnen und Alternativen aufzuzeigen.
Weitergehende Beratungsangebote gibt es hier.



