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Nahverkehrsplan
Der Nahverkehrsplan (NVP) ist ein Planungsinstrument für den Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Er wird erarbeitet, um das lokale Mobilitätsangebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und ist jeweils für die Dauer von fünf Jahren gültig.
Ab 2026 gilt erstmalig ein gemeinsamer NVP mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN), der die Landkreise Göttingen, Holzminden und Northeim vertritt, und der Stadt Göttingen.
Nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme und Potenzialanalyse durch eine Mobilitätssimulation wurde nach einer Online-Bürgerbeteiligung der neue Plan entwickelt. Schwerpunkte sind neben der Entwicklung eines Stadt-Umland-Konzeptes die grundsätzliche Weiterentwicklung von Netz und Angebot. Der Fokus liegt im aktuellen NVP im Bereich des Stadt-Umland-Verkehrs auf der Verdichtung des Bedienangebotes und der Konzentration auf wichtige Achsen im Göttinger Umland. Eine Ausrichtung auf zentrale Verknüpfungspunkte soll den Stadtverkehr auch in Verbindung mit dem Regionalverkehr stärken.
Der Nahverkehrsplan definiert weiterhin Qualitätsstandards für das zukünftige ÖPNV-Angebot. Hierbei werden die zunehmende Bedeutung von Inter- und Multimodalität genauso berücksichtigt wie begrenzte Handlungsfähigkeiten durch Faktoren wie Finanzierung und Fachkräftemangel. Hohe Anforderungen an Klimaschutz und ausdifferenzierte Arbeits- und Lebenswelten fordern individualisierte, flexible Angebote. Durch steigende Ansprüche an Fahrgastinformation und Vertrieb sollen auch die Qualitätsstandards für diesen Bereich verbessert und ausgebaut werden. Ebenso stehen Themen wie Schülerverkehre, Fahrzeuge, Marketing und ÖPNV-Anlagen im Anforderungsprofil des jetzigen Planwerks.
Der Nahverkehrsplan wurde im Dezember 2025 vom Rat der Stadt Göttingen beschlossen.
