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Büro für Integration

Hier gibt es Informationen zur Arbeit des Büros für Integration sowie Daten zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Göttingen.
Willkommen in Göttingen – Broschüre für Zuwander*innen
Die Willkommensbroschüre (zweite Auflage von 2021) vom Büro für Integration dient als Orientierungshilfe für Zuwander*innen und gibt Auskunft über viele Angebote im Bereich der Integrationsarbeit – egal, ob man als Flüchtling, als Arbeitsmigrant*in, zu Studienzwecken, im Rahmen der Familienzusammenführung oder aus anderen Gründen nach Göttingen gekommen ist. Die verschiedenen Rubriken unterstützen dabei, die richtigen Anlaufstellen und Ansprechpartner*innen vor Ort zu finden, und dienen somit auch Haupt- und Ehrenamtlichen als Hilfe für eine Verweisberatung.
Gegliedert ist die Broschüre in die Rubriken: Stadtverwaltung Göttingen, Stadtteileinrichtungen, Migrant*innenselbstorganisationen, Migrationsberatung und Dolmetschen/Übersetzen, Lebenslagen, Gesellschaftliche Teilhabe, Bildung, Übergang Schule-Beruf, Arbeit und Beruf, Koordination und Netzwerkarbeit, Wohlfahrtsverbände sowie Wichtige Rufnummern in Krisen- und Notfällen.
Gedruckte Exemplare der 270-seitigen Willkommensbroschüre sind kostenlos im Foyer des Neuen Rathauses oder beim Büro für Integration erhältlich. Einrichtungen und Beratungsstellen, die eine größere Stückzahl benötigen, wenden sich bitte an das Büro für Integration.
Die frühere Version der Orientierungshilfe in den Sprachen Englisch, Russisch und Arabisch finden Sie in der Rubrik "Ergänzende Materialien".
Sprach- und Integrationsbegleiter in verschiedenen Sprachen
Für eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft hat Sprache eine zentrale Funktion. Nicht allen Menschen, die nach Göttingen kommen, ist es möglich, direkt nach ihrer Ankunft einen Deutschkurs zu besuchen. Die Sprach- und Integrationsbegleiter helfen durch zweisprachige Formulierungshilfen und Wortlisten, den Alltag zu meistern und eventuell vorhandene Sprachbarrieren abzubauen.
Zurzeit gibt es die kostenfreien Bücher auf Ukrainisch-Deutsch, Russisch-Deutsch, Polnisch-Deutsch, Arabisch-Deutsch, Kurdisch-Deutsch und Farsi-Deutsch. Erhältlich sind sie bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung. Einzelne Exemplare können über das Büro für Integration bezogen werden. Eine rumänisch-deutsche Fassung ist im Oktober 2022 erschienen und ausschließlich beim Büro für Integration erhältlich.
Informationen zu Gesundheit und Pflege in verschiedenen Sprachen
Die Übersicht zeigt Materialien aus dem Bereich Gesundheit und Pflege, die in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen.
Sie ist eine Ergänzung zu den Sprach- und Integrationsbegleitern, in denen jeweils zweisprachige Formulierungshilfen und Wortlisten aus dem Bereich Gesundheit enthalten sind.
Über uns – Das Büro für Integration
Das Büro für Integration (Referat 05) wurde zum 1. September 2007 im Geschäftsbereich der Oberbürgermeisterin eingerichtet.
Zu den vordringlichen Aufgaben gehörte im Jahr 2008 die Erarbeitung eines kommunalen Integrationskonzeptes. Dieses bündelt die Ergebnisse eines breit angelegten Beteiligungsprozesses und wurde am 6. Februar 2009 einstimmig vom Rat verabschiedet. In der Folgezeit wurden vom Büro für Integration federführend alle genannten Ziele bearbeitet und nachvollziehbar dokumentiert. Im Jahr 2017 erfolgte die 1. Fortschreibung des Integrationskonzeptes, 2019 die 2. Fortschreibung. Das neue kommunale Integrationskonzept für den Zeitraum von 2024 bis 2028 wurde am 16. Februar 2024 einmütig vom Rat verabschiedet. Als gedrucktes Exemplar ist es beim Büro für Integration kostenfrei erhältlich.
Da Integration eine Querschnittsaufgabe darstellt, ist das Büro für Integration gut vernetzt und arbeitet in verschiedenen Gremien mit. Verwaltungsintern arbeitet es ressortübergreifend mit den Fachbereichen der Stadtverwaltung zusammen. Mit den Einrichtungen und Organisationen, die in der Integrationsarbeit tätig sind, erfolgt eine themenorientierte Kooperation.
Auf der lokalen Ebene wirken die Mitarbeiter*innen im "Netzwerk Migration Region Göttingen" mit, einem Zusammenschluss von über 50 Organisationen aus Stadt und Landkreis Göttingen. Ebenso erfolgt eine verbindliche Mitarbeit im örtlichen Regionalverbund der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN). Überregional findet ein Erfahrungsaustausch auf Landes- und Bundesebene statt.
Seit dem 1. Juni 2014 wurde im Referat die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe eingerichtet, die über das Land Niedersachsen gefördert wird. Hierüber besteht ein intensiver Kontakt mit dem Referat Migration und Teilhabe im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.
Aufgaben
Zu den Aufgaben des Büros für Integration gehören:
- Fortschreibung des kommunalen Integrationskonzeptes und Koordination der Maßnahmen
- Entwicklung von Handlungsstrategien zur Weiterentwicklung der kommunalen Integrationsarbeit
- Beratung von Trägern und Einrichtungen
- Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen
- Bündelung bestehender Integrationsangebote und Initiierung neuer Projekte Impulsgebung für die interkulturelle Öffnung der Verwaltung und anderer Regeldienste
- Herausgabe von Informationen zum Aspekt der Teilhabe und Partizipation
- Durchführung von Veranstaltungen
- Netzwerkarbeit auf allen Ebenen (Kommune, Land und Bund)
Die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe trägt auf der lokalen Ebene zur chancengerechten Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in allen kommunalen und gesellschaftlichen Bereichen bei.
Zahlen
Menschen mit mehr als 170 verschiedenen Nationalitäten prägen das Leben in der Stadt Göttingen.
2025 lebten in Göttingen 45.614 Menschen mit Migrationshintergrund; das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 36 Prozent. Seit 2018 wird der „erweiterte Migrationshintergrund“ statistisch ausgewertet. Nach der neuen Ermittlung hat eine Person einen Migrationshintergrund, wenn entweder sie selbst einen persönlichen Migrationsbezug hat, etwa weil das Geburtsland im Ausland liegt, oder wenn sie bei einem Elternteil mit persönlichem Migrationshintergrund lebt. Durch die Erfassung des familiären Migrationshintergrundes ist die Anzahl der Menschen mit Migrationshintergrund gestiegen.
In der Stadt Göttingen hat jede*r 3. Einwohner*in einen Migrationshintergrund. Differenzierte Informationen zum Geschlechterverhältnis, Familienstand, zu Altersgruppen, Nationalitäten und Sozialräumen sind unter goesis.goettingen.de zu finden, sowie in der Information "Göttinger Statistik Aktuell - Nr. 45".
Koordination und Netzwerke
Zusammenarbeit in der Kommune findet vielfach in lokalen Netzwerken statt, die die Gestaltung und Entwicklung der Integrationsarbeit maßgebend beeinflussen und befördern. Das Büro für Integration ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Netzwerken aktiv.
In Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat der Stadt Göttingen lädt es regelmäßig Vertreter*innen von Migrant*innenselbstorganisationen (MSO) zum „Runden Tisch der MSO“ ein, um sich bedarfsorientiert auszutauschen und zu vernetzen. Der Integrationsrat ist die direkt gewählte kommunalpolitische Interessenvertretung der Migrant*innen in der Stadt Göttingen und vertritt deren Interessen gegenüber dem Rat und der Verwaltung.
Im "Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen" treffen sich Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen, die beruflich mit Kindern und Eltern zu tun haben.
Die Arbeitsgruppe "Gewaltschutz für geflüchtete Frauen und Kinder" und der Arbeitskreis "Häusliche Gewalt Göttingen" fokussieren sich auf den Gewaltschutz von Frauen und Kindern.
Der "Runde Tisch Migration" bei der Agentur für Arbeit und der Projektverbund "FairBleib Südniedersachsen-Harz+" beschäftigen sich mit der Integration in den Arbeitsmarkt.
Weitere Netzwerktätigkeiten des Büros für Integration sind in der Willkommensbroschüre nachzulesen.
Veranstaltungsreihe in der Integrationsarbeit
Das Büro für Integration bietet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Workshops und Ausstellungen für Haupt- und Ehrenamtliche, die in der Flüchtlings- oder Integrationsarbeit tätig sind. Dazu werden jeweils fachkundige Expert*innen als Dozent*innen zu unterschiedlichen Themen eingeladen.
Ziel ist es unter anderem, zum Verstehen anderer Kulturen beizutragen, Möglichkeiten zur beruflichen und sozialen Teilhabe von Geflüchteten und Migrant*innen aufzuzeigen sowie für deren genderspezifische Lebensumstände und Diskriminierungen zu sensibilisieren. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen.
