Seiteninhalt
Umfeld Stadthalle – Grünes Stadtentree
Im Zuge der Sanierung der Stadthalle Göttingen wird auch das bisher wenig einladende Umfeld des Gebäudes neu geordnet und aufgewertet. An der Schwelle zur Göttinger Innenstadt und in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei wichtigen Kultur‐ und Veranstaltungsstätten der Stadt gelegen, bietet das Areal das Potenzial für einen attraktiven und lebendigen Stadtraum. Mit der Planung wurde das Büro Rehwaldt aus Dresden beauftragt.
© RehwaldtGrundlage für die Umgestaltung ist der Rahmenplan für den Bereich zwischen Deutschem Theater und Cheltenhampark, der eine Wiederherstellung des Grüngürtels vorsieht. So soll das Stadthallenumfeld als stark durchgrünter Platzraum die Verbindung zwischen Cheltenhampark und Theaterplatz herstellen und damit zur Überwindung der Zäsur im Stadtwall beitragen.
Ergänzung des Baumbestands durch klimaangepasste Neupflanzungen
Vorhandene und neue Bäume werden in Pflanzinseln mit Staudenbepflanzung gefasst, die in einem lockeren Raster über den Platz verteilt werden und unter anderem durch die Rückhaltung von Regenwasser in den Pflanzflächen einen wichtigen Beitrag zu einem angenehmen Stadtklima leisten: Die Pflanzen kühlen insbesondere im Sommer die Umgebungstemperatur und erhöhen die Luftfeuchtigkeit.
Aufwertung des Raums durch Sitzmöglichkeiten
Zwischen den Pflanzinseln lädt ein großzügiges Angebot an informellen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Die eigens für den Platz entworfenen Sitzmodule werden in unterschiedlichen Anordnungen aufgestellt und machen den Platz zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs. Der zentrale Platzbereich bleibt offen. Lediglich ein filigraner „Vorhang“ aus fliederästigen Gehölzen (Prunus sargentii / Scharlachkirschen) rahmt den Eingang der Stadthalle. Die zugehörige Pflanzfläche dient als Regenrückhaltebecken für das Niederschlagswasser des Vordaches. Vor den Hauptzugängen des Gebäudes wird – in Anlehnung an die Fliesen der Fassade – ein symbolischer Teppich aus großformatigen, verschiedenfarbigen quadratischen Steinplatten verlegt. Das Foyer der Stadthalle wird somit in den Außenraum verlängert, der Platz wird zur Bühne des städtischen Lebens.


