Das denkmalgeschützte Gebäude wird bis Ende 2027 umfassend modernisiert und erweitert. Die Spielstätte des Jungen Theaters erhält moderne Technik, einen barrierefreien Zugang durch den Haupteingang und einen neuen, zeitgemäßen Anbau. Im Anschluss an die nun gestarteten Abbrucharbeiten, folgen die Sanierung des historischen Gebäudes und der Bau des neuen Funktionsgebäudes.
„Die heute startende Sanierung ist ein klares Bekenntnis zum Kulturstandort Göttingen und zur Arbeit der Kulturschaffenden in unserer Stadt“, sagte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. „Wir schaffen am Wochenmarktplatz wieder einen attraktiven Kulturort für alle Göttingerinnen und Göttinger. Deshalb ist heute ein sehr guter Tag für das Junge Theater, für den Wochenmarktplatz, all seine Nutzer*innen und Anlieger*innen und für die gesamte Göttinger Innenstadt.“
Stadtbaurat Frithjof Look ergänzte mit Blick auf den Baubeginn: „Hinter uns liegt eine intensive und komplexe Planungsphase, in der wir viele Details dieses Projekts unter die Lupe genommen haben. Umso mehr freut es mich, dass wir heute beginnen können: Von der Theorie in die Praxis. Mit dem Abriss des alten Funktionsbaus schaffen wir nun sichtbar Platz für neue, verlässliche Infrastruktur, die das Junge Theater für seine Arbeit braucht.“
Kulturdezernentin Anja Krause blickt auf die lange Geschichte des Jungen Theaters im Gebäude. „Theater und Haus gehören fest zusammen. Über 40 Jahre lang spielte das Junge Theater im Otfried-Müller-Haus, bevor es 2019 umziehen musste“, so Krause. „Deshalb freue ich mich umso mehr, dass diese wichtige Institution im Göttinger Kulturleben bald in ihr neues altes Zuhause zurückkehren wird. Und auch wenn das Gebäude neu wird – die Seele des Jungen Theaters bleibt erhalten und wird gestärkt.“
Auch für den Geschäftsführer des Jungen Theaters Tobias Sosinka sind die anlaufenden Sanierungsarbeiten ein Grund zur Freude. „Theaterarbeit lebt von den Räumen, in denen sie passiert. Die Sanierung bringt uns ganz neue kreative Möglichkeiten. Egal ob moderne Bühnen- und Lichttechnik im Großen Saal, eine neue Kostümschneiderei, Werkstätten oder eine zeitgemäße Logistik: Unser Theater bekommt nun die Räume, die es braucht.“
Broistedt und Look dankten den Beteiligten, die dazu beigetragen haben, das Projekt in den vergangenen beiden Jahren so gut voranzutreiben, unter anderem dem Jungen Theater, den Architektinnen und Architekten, den Marktbetreiber*innen, sowie den Kolleginnen und Kollegen der Kultur- und Bauverwaltung.
Abschließend betonte Stadtbaurat Frithjof Look die Besonderheit des Bauvorhabens: „Ein Projekt dieser Größenordnung im historischen Bestand braucht einen langen Atem. Ja, die Planungszeit war fordernd, aber sie war notwendig, um diesem 180 Jahre alten Denkmal gerecht zu werden. Ich bin erleichtert, dass es nun gemeinsam mit allen Akteuren losgeht: Wir wecken das Otfried-Müller-Haus jetzt aus seinem Dornröschenschlaf und führen es in eine barrierefreie, moderne Zukunft.“
Eröffnung für die Öffentlichkeit für 2028 geplant
Das Projektbudget für die Sanierung des Otfried-Müller-Hauses beträgt 24,8 Millionen Euro, zzgl. einer Reserve von 3,2 Millionen Euro für unvorhersehbare Arbeiten und Preissteigerungen. In den rund zwei Jahren Bauzeit werden ca. 3.300 Quadratmeter neu gebaut und saniert. Die bauliche Fertigstellung soll Ende 2027 erfolgen, die Eröffnung für die Öffentlichkeit nach einer Inbetriebnahmephase im Frühjahr 2028.
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