Der Spielplatz befindet sich am Bachlauf der Weende auf einer großen Grünfläche an der Ecke Otto-Lauffer-Straße/Am Weendespring. In der Umfrage wurden verschiedene Spielgeräte zur Auswahl gestellt, die auf dem Platz mit seinen besonderen Gegebenheiten tatsächlich aufgestellt werden könnten. Außerdem gab es Raum für freie Vorschläge der jungen und erwachsenen Spielplatzbesucher*innen. Als einziges Element der aktuellen Spielplatzgestaltung soll eine Nestschaukel erhalten bleiben, die barrierefrei für kleinere und größere Kinder nutzbar ist. Diese wird durch neue Spielgeräte ergänzt, bei deren Auswahl die Rückmeldungen aus der Umfrage genutzt werden.
An der Umfrage nahmen 191 junge Spielplatzbesucher*innen teil, von denen 61 Kinder zwischen 0 und 3 Jahre, 69 Kinder zwischen 4 und 6 Jahre und 58 Kinder zwischen 7 und 12 Jahre alt waren. Ein Teil der Fragen richtete sich an die erwachsenen Begleitpersonen. Von ihnen gingen 153 Rückmeldungen ein. Die Umfrage lief vom 18. Februar bis zum 22. März 2025.
Die Ergebnisse
Aus den Stimmen und Wünschen der Kinder und Begleitpersonen ergeben sich folgende Anforderungen an den neuen Spielplatz: Es sollte eine Klettermöglichkeit mit verschiedenen Ebenen und langen Strecken für unterschiedliche Altersgruppen geben. Diese sollten durch „schwebende“ Steine oder Hängebrücken verbunden sein. In das Spielgerät sollte mindestens eine Rutsche integriert sein. Wünschenswert wäre ein Themenspielbereich, den Kinder und Begleitpersonen gemeinsam nutzen können.
Als weitere Spielgeräte werden ein Trampolin sowie eine Seilbahn von den Kindern favorisiert. Außerdem wünschen sich viele Kinder Versteckmöglichkeiten, die in die gewünschte naturnahe Bepflanzung integriert werden könnten. Bäume und Sträucher sollen als natürliche Schattenspender erhalten bleiben und die Spielbereiche strukturieren. Damit die alten Bäume noch lange vital bleiben, dürfen allerdings keine großen Spielgeräte in die Kronen- oder Wurzelbereiche der Bäume ragen. Einige Kinder wünschten sich darüber hinaus einen Basketballkorb, Fußballtore, einen Tischkicker und eine Tischtennisplatte. Ein großer Sandbereich wurde sich für die ganz Kleinen gewünscht. Für die genannten Vorschläge werden nun integrative Lösungen gesucht, die evtl. in Form von Ausstattungs- oder Spielelementen mit einfließen können. Möglichst viele Spielgeräte sollen barrierefrei nutzbar sein.
Wichtig sind für die erwachsenen Besucher*innen die ordentliche Pflege des Grüns, zusammenstehende Sitzgelegenheiten, an denen sie sich mit anderen Begleitpersonen austauschen können, sowie eine gute Überschaubarkeit der Spielgeräte. Der Zaun um den Spielplatz bleibt erhalten.
Außerdem wurden in der Umfrage Toiletten auf dem Spielplatz gewünscht. An dieser Stelle können jedoch keine Toilettenanlagen gebaut werden, da ihre regelmäßige Reinigung und Instandhaltung nicht leistbar wären. Mehrfach gewünscht wurden auch Anlagen für Skater oder Mountainbiker. Diese dürfen aber nur abseits von öffentlichen Spielplätzen gebaut werden. Eine Realisierung wäre daher nur im westlichen Teil der Grünfläche denkbar, doch eine Prüfung ergab, dass hierfür massive Eingriffe in die vorhandene Vegetation notwendig wären, die es zu vermeiden gilt.
Eine detaillierte Übersicht der Ergebnisse gibt es hier.
Wie geht es weiter?
Basierend auf den Ergebnissen dieser ersten Umfrage hat nun die Detailplanung des neuen Spielplatzes begonnen. Momentan werden verschiedene Entwürfe für neue Spielkombinationen erstellt, die den örtlichen Gegebenheiten entsprechen und möglichst viele Wünsche von Kindern und Erwachsenen erfüllen.
In einer zweiten Online-Beteiligung, die im Mai beginnen soll, erhalten Kinder und Eltern dann die Gelegenheit, die Entwürfe zu betrachten und daraus ihre Favoriten zu wählen. Der am besten bewertete Entwurf gewinnt und wird weiterverfolgt. Der Umbau des Spielplatzes ist für Ende 2025 vorgesehen.
Fragen beantwortet der Fachbereich Stadtgrün, Umwelt und Infrastruktur unter Spielplaetze@goettingen.de.
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