Groß Ellershausen
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Statistische Daten |
Quelle: GÖSIS - Göttinger Statistisches Informationssystem
(Göttingen kleinräumig)
Zuständige Verwaltungsstelle
Verwaltungsstelle Grone
Martin-Luther-Straße 4
37081 Göttingen
Tel.: 0551 / 400 - 5309 (Birgit Pietsch und Sascha Egger)
Fax: 0551 / 5303
E-Mail: VwSTGrone@goettingen.de
Öffnungszeiten:
Mo 8.30 bis 12 Uhr
Do 8.30 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
Lage
Groß Ellershausen liegt am Hang des Leinetales, fünf Kilometer westlich der Stadt Göttingen und ist seit 1. Januar 1973 Ortsteil dieser Stadt. Die Gemarkung ist seit dem 1. September 1966 ins „Landschaftsschutzgebiet“ Leinebergland aufgenommen. Die gesamte Gemarkungsfläche umfasst 390 Hektar, einschließlich 77 Hektar Wald.
Groß Ellershausen ist überwiegend Wohngemeinde, in der noch ein landwirtschaftlicher Vollbetrieb erhalten ist.
Geschichte
Die ersten Besiedlungsspuren in der Umgebung Groß Ellershausen stammen aus der jüngsten Steinzeit. Die große Zahl der Funde westlich der Leine deuten schon auf eine Besiedlung in der Zeit der „Bandkeramik" hin. So fand man in der Gemarkung Groß Ellershausen 1934 bei dem Bau der Autobahn das berühmte „Hockergrab".
Eine erste Nennung des Dorfes als „Aliershusun" findet sich in der „Corveyer Tradition" im Jahre 989. Von 1302 an ist der Name „Elderikshusen" überliefert, und schon im Jahre 1574 erscheint der Name „Ellershausen" in einer Urkunde von der Herrschaft der Plesse. Am 1. Oktober 1932 wurde der Ort in „Groß Ellershausen" umbenannt, um ihn von dem Ort Ellershausen vor dem Walde nahe Hann. Münden zu unterscheiden.
Als die letzte Herrin von Ellershausen 1312 ins Damenstift des Klosters Lippoldsberg ging, schenkte sie diesem und anderen kirchlichen Institutionen ihre Ländereien, die erst 1582 wieder in Ellershäuser Besitz übergingen.
Die Höhenlage und die Zugehörigkeit zur Stadt Göttingen veranlassten im 30jährigen Krieg erst Tilly, dann Wallenstein und zuletzt die Schweden, ihr Lager auf der „Schanze" aufzuschlagen. So musste Groß Ellershausen Plünderungen und Brandschatzungen über sich ergehen lassen. Die Anzahl der Gehöfte sank in dieser Zeit von 25 auf 13. Erst 1687 konnte die Zahl des Vorkriegszustands wieder erreicht werden. 1758 – während des Siebenjährigen Krieges – war das Dorf Feldlager des Freikorps Fischer, das als besonders rücksichtslos galt.
Erst durch die Ablösungsverordnung von 1833 mit der Stadt Göttingen und die damit verbundene Neuordnung der landwirtschaftlichen Betriebe wurden einige Gehöfte aufgelöst; so gab es 1875 nur noch 18 Hauptbetriebe, aber auch schon sieben Nebenerwerbsbetriebe und fünf Handwerker. Sie hielten Ziegen, Schweine, Hühner und Gänse. Weiter gab es 2 Gastwirtschaften mit Landwirtschaft.
Durch den Bau der Eisenbahn Göttingen – Kassel von 1854-56 fanden viele Ellershäuser Arbeit. Die Eisenbahn wurde am 31. Mai 1980 stillgelegt.
Seit dem 1. Januar 1973 ist Groß Ellershausen Ortsteil der Stadt Göttingen.
Sehenswürdigkeiten
Der Turm der St.-Martini-Kirche wurde im 11. Jh. erbaut und ist gehört zu den ältesten Bauwerken in Südniedersachsen
Jährliche Veranstaltungen
Backhausfest (September): Diesem geht das Backen von Brot und Plattenkuchen nach althergebrachten Sitte voraus.
Stand: August 2006















