Göttingen ist eine Fahrradstadt – 27 Prozent der Einwohner/innen steigen regelmäßig auf das Zweirad und für viele von ihnen ist es sogar das Verkehrsmittel Nummer Eins. Denn: Radfahren ist gut für`s Klima, stärkt die Gesundheit und macht Spaß.

Doch woran erkennt man, ob eine Strecke auf dem Rad zurückgelegt werden darf, oder ob für eine kurze Zeit abgestiegen und das Gefährt geschoben werden muss? Antworten darauf bieten diese Hinweise und Tipps für das Radfahren in Göttingen, mit denen sich die Fahrradfans noch besser in der Stadt, die Wissen schafft, zurechtfinden.

Wo darf ich fahren?

...und wo darf ich nicht fahren?

Regeln in Einbahnstraßen

Von der Uni zum Bahnhof auf dem eRadschnellweg

Vorfahrt auf den Fahrradstraßen

Hier kann der Drahtesel abgestellt werden

Fahrradmitnahme im ÖPNV


 Wo darf ich fahren?


Radfahrer/innen dürfen grundsätzlich auf der rechten Seite der Fahrbahn fahren, es sei denn, die Nutzung eines Radweges ist vorgeschrieben. Am besten merkt man sich: Radwege, deren Benutzung Pflicht ist, sind mit den runden blauen Schildern mit weißem Fahrradsymbol gekennzeichnet, die die unterschiedlichen Nutzungsarten vorgeben.

Radweg Radweg


Gemeinsamer Geh- und Radweg Gemeinsamer Geh- und Radweg


Getrennter Geh- und Radweg Getrennter Geh- und Radweg



Ein benutzungspflichtiger Radweg kann außerdem in Form eines Radfahrstreifens auf der Fahrbahn (durchgezogene Breitstrichmarkierung) gekennzeichnet sein.

Auch Fußgängerwege können manchmal von den Fahrradfahrer/innen mit genutzt werden. Auf diesen Wegen darf jedoch nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, da auf ihnen Fußgänger/innen Vorrang haben. Generell gilt der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Gehweg Radfahrer frei Gehweg Radfahrer frei



Hin und wieder gibt es auch Straßen, auf denen ein ehemaliger, offizieller Radweg neben einem Gehweg vorhanden ist. Dies sind Radwege, für die die Benutzungspflicht aufgehoben wurde. Hier kann frei gewählt werden, ob die Fahrbahn oder der Seitenraum für die Fahrt genutzt wird.

In diesen Straßen ist die Benutzungspflicht der Radwege aufgehoben (Stand Februar 2015): Danziger Straße - Elliehäuser Weg - Europa-Allee (stadteinwärts) - Geismar Landstraße (stadteinwärts) - Grätzelstraße - Hagenweg - Hauptstraße (stadteinwärts) - Holtenser Landstraße - Humboldtallee - Industriestraße - Kiesseestraße - Königsallee (im Abschnitt zwischen Grätzel-Kreisel und der Holtenser Landstraße) - Kreuzbergring - Lenglerner Straße - Nikolausberger Weg - Reinhard-Rube-Straße - Robert-Bosch-Breite - Rosdorfer Weg - Rudolf-Winkel-Straße - Ulrideshuser Straße/Am Faßberg (stadteinwärts) - Von-Ossietzky-Straße - Weserstraße - Wiesenstraße - Wörthstraße

Zum besseren Schutz der Radfahrer/innen kann auch ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn aufgetragen sein (Schmalstrich mit Strich-Lücke). Hier gilt keine Benutzungspflicht. Der Streifen wird aber auf Grund des Rechtsfahrgebotes mit dem Rad befahren.

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...und wo darf ich nicht fahren?


Gänzlich verboten ist in Göttingen das Radfahren auf dem Wall, in der Fußgängerzone (außer auf dem Busring) sowie in einigen Seitenstraßen in der Innenstadt und natürlich auf Gehwegen. 

 Regeln in Einbahnstraßen


Auch in Göttingen ist in manchen Einbahnstraßen das Radfahren in Gegenrichtung zugelassen. Dort gilt dann eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 30 km/h.

Auf diese Weise kann die Unterbrechung direkter Radverkehrsverbindungen vermieden werden, sodass die Fahrradfahrer/innen zu ihrem Ziel gelangen, ohne zeitintensive Umwege fahren zu müssen. Die Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr wird mit einem Zusatzschild gekennzeichnet.

Einbahnstraße Radverkehr frei


Stoppschild Radverkehr frei


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Vom Bahnhof zur Uni auf dem  eRadschnellweg


Auf dem Göttinger eRadschnellweg gelangt man seit Frühjahr 2015 auf schnellstem Wege vom Göttinger Bahnhof zum Nord-Campus der Universität und zurück. Bei der rund vier Kilometer langen Strecke handelt es sich um ein bundesweit einmaliges Projekt, mit dem auch die Anforderungen moderner eBikes und Pedelecs ermittelt werden. Schon seit Herbst 2013 konnte man auf dem ersten Teilabschnitt der Strecke zwischen dem Nord-Campus der Universität und dem Kreuzbergring fahren. Der Abschnitt bis zum Bahnhof wurde im Frühjahr 2015 fertig gestellt.

Mehr Infos zum eRadschnellweg gibt es auf der offiziellen Internetseite www.eradschnellweg.de.

 Vorfahrt auf den Fahrradstraßen



Fahrradstraße

Straßen können als Fahrradstraßen ausgewiesen werden, wenn dort der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist. Anderer Fahrzeugverkehr darf dort nur ausnahmsweise zugelassen werden und soll sich nach Möglichkeit auf den Anliegerverkehr beschränken.

Autofahrer/innen müssen ihre Geschwindigkeit anpassen. Das heißt: Auf den Fahrradstraßen ist ein von Autos unbedrängtes, schnelles Vorankommen möglich, bei dem auch nebeneinander radelnd das ein oder andere Schwätzchen gehalten werden kann.

Auf den drei Göttinger Fahrradstraßen zwischen dem Nikolausberger Weg und dem Kreuzbergring, zwischen der Sternstraße und der Groscurthstraße sowie von „Am Papenberg“ bis zum Eichendorffplatz gilt für alle Verkehrsteilnehmer/innen die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Unabhängig davon muss die Geschwindigkeit der Verkehrssituation und den Straßenverhältnissen angepasst werden. Mehr Infos dazu gibt es hier.
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 Hier kann der Drahtesel abgestellt werden


Neben den zahlreichen Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt und vor dem Bahnhof, kann das Rad auch gegen ein Entgelt im Fahrradparkhaus am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sicher und trocken untergestellt werden. Die zentrale Lage sorgt für eine ideale Anbindung an den regionalen und überregionalen Bus- und Bahnverkehr. Zudem kann die Innenstadt von dort in wenigen Minuten ganz bequem zu Fuß erreicht werden.

Das Fahrradparkhaus verfügt über eine Reparaturwerkstatt, einen Fahrradshop und –verleih. Mehr Infos zu den Öffnungszeiten und den Tarifen gibt es hier.

 Fahrradmitnahme im ÖPNV


Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bieten im gesamten Liniennetz eine kostenlose Fahrradmitnahme an. Es gelten die Beförderungsbedingungen. Mehr Infos dazu stehen auf der Internetseite der GöVB unter www.goevb.de > Service zur Verfügung.

Auch in den Regionalbussen und -zügen im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) ist eine Fahrradmitnahme generell möglich. In den Regionalbussen ist die Fahrradmitnahme ebenfalls kostenlos. Für den Schienenverkehr werden im Tarifsystem des VSN eine Fahrradtageskarte sowie eine Fahrradmonatskarte angeboten. Die aktuellen Preise können unter www.vsninfo.de > Fahrkarten im VSN abgerufen werden.

Hinweis: In den Schulverkehrszeiten (insbesondere zwischen 7.00 - 8.00 Uhr und 13.00 - 14.00 Uhr) kann eine Mitnahme im Bus eventuell problematisch sein. Die Entscheidung trifft im Einzelfall das Fahrpersonal.

Die Deutsche Bahn AG bietet einen umfangreichen Fahrradservice. Dazu gehört der Bahn & Bike Service. Nähere Informationen zum Angebot für Radfahrer/innen gibt es unter www.bahn.de >Service

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